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Lebensweiheit in dem Gleichnis
Der Frosch und der Skorpion

 

Ein Skorpion trifft am Ufer eines Flusses einen Frosch.
"Lieber Frosch, nimmst du mich auf deinem Rücken mit ans andere Ufer?",
fragt der Skorpion.

 

"Ich bin doch nicht lebensmüde. Wenn wir auf dem Wasser sind,
dann stichst du mich und dann sterbe ich", antwortet der Frosch.

 

"Nein, wenn ich dich steche, dann gehe ich doch auch unter und sterbe", sagte der Skorpion.

 

"Das leuchtet mir ein. Steig auf meinen Rücken", sagt der Frosch.

 

Kaum sind sie ein paar Meter geschwommen,
verspürt der Frosch einen stechenden Schmerz.

 

"Verdammt, jetzt hast du mich ja doch gestochen. Jetzt sterben wir beide", sagt der Frosch.

 

"Ich weiss. Tut mir leid, aber ich bin ein Skorpion, und Skorpione stechen nun mal",
antwortet der Skorpion.

 

Die darin enthaltene Lebensweisheit

Wir Menschen sind keine Skorpione.
Unser Denken, Fühlen und Handeln wird nicht von genetischen Programmen gesteuert.

 

Wie wir denken, fühlen und handeln, haben wir gelernt.
Wir müssen nicht das Opfer unserer Vergangenheit oder vergangener Erfahrungen sein.

 

Lebensweisheit
Was wir gelernt haben, können wir auch wieder verlernen.

 

Wenn wir mit uns, unserem Verhalten oder der Art, wie wir fühlen, unzufrieden sind,
dann können wir heute beginnen, unser Denken, Fühlen und Handeln zu verändern.

 

Voraussetzung ist jedoch, dass wir die Verantwortung für uns und unsere Gefühle übernehmen und nicht, wie der Skorpion, unser Verhalten damit entschuldigen,
dass wir nun mal so sind und daran nichts ändern können.

 

Wir können uns ändern.
Wir sind unseren Gefühlen nicht hilflos ausgeliefert.

 

 

 

 

Lebensweisheit eines Maurers

Vor vielen Jahrhunderten,
als man noch große Kirchen und Kathedralen erbaute,
fragte ein Passant einen Maurer, der an einer neuen Kathedrale arbeitete, was er da tue.
"Sehen Sie doch. Ich maure", sagte dieser mürrisch.
Ein anderer Maurer antwortete stolz: "Ich baue eine Kathedrale".

 

Die darin enthaltene Lebensweisheit

 

Beide Maurer haben recht und doch fühlen sich beide unterschiedlich.
Wie wir das sehen und beschreiben, was wir tun, hat einen Einflusss darauf, wie wir uns fühlen. Wir können eine Tätigkeit als ein notwendiges Übel ansehen oder als eine Möglichkeit, etwas zu lernen oder gar als Herausforderung.

 

Wenn wir eine schwere Last tragen, dann können wir stöhnen und uns beklagen, oder wir können das Tragen als eine Möglichkeit ansehen, unsere Muskeln zu stärken und körperlich fitter zu werden.

 

Probieren Sie diese beide Möglichkeiten beim nächsten Mal aus,
wenn Sie etwas Schweres tragen. Sie werden nicht nur feststellen,
dass Ihnen das Tragen leichter fällt, wenn Sie es als Fitnessübung ansehen,
Sie werden sich auch besser fühlen.

 

Lebensweisheit
Wenn wir etwas für schwer halten, dann tun wir uns schwer.
Wenn wir etwas als langweilig ansehen, dann langweilen wir uns.
Wenn wir etwas als lästig ansehen, dann fühlen wir uns belästigt.

 

Das heißt nicht, dass wir alles positiv sehen sollen. Das heißt nur,
dass unsere Sichtweise über unser Befinden entscheidet.
Manchmal können wir an einer Situation nichts ändern,
was wir jedoch immer ändern können,
ist unsere Einstellung zu ihr.

 

 

 

Lebensweisheiten in dem Gleichnis von den dressierten Flöhen

Wissen Sie, wie man Flöhe trainiert? Ganz einfach. Flöhe haben die Angewohnheit, bis zu einem halben Meter in die Luft zu springen. Wenn wir sie dazu bringen wollen, nur noch 10 Zentimeter in die Höhe zu springen, dann müssen wir sie nur in ein etwa 10 Zentimeter hohes Gefäß setzen und einen Deckel darauf tun. Nun machen die Flöhe eine sehr schmerzliche Erfahrung. Sie springen in die Höhe und rennen sich dabei permanent den Schädel an. Und da Flöhe keine Masochisten sind, springen Sie irgendwann nur noch bis kurz unter den Deckel. Jetzt kann man den Deckel abnehmen und sie werden nicht herauspringen. Sie haben gelernt, nur noch bis zu einer bestimmten Höhe zu springen und obwohl sie höher springen könnten, tun sie es nicht.

Die darin enthaltene Lebensweisheit

Vielen Menschen geht es ähnlich wie den Flöhen. Lassen wir uns alle nicht auch immer wieder von negativen Erfahrungen beeinflussen? Natürlich.
Als Kinder haben wir uns sehr oft "den Kopf angehauen". Wir haben erlebt, dass etwas schiefging, dass wir versagt haben, dass wir abgelehnt wurden und haben daraus gefolgert, dass wir zu dumm, zu unbegabt, zu ungeschickt oder unbeliebt sind. Und deshalb nutzen wir heute nur einen kleinen Teil der Fähigkeiten, die in uns stecken, aus Angst, uns wieder den Kopf anzuhauen. Schade.

Lebensweisheit
Wir alle verfügen über sehr viel mehr Möglichkeiten und Fähigkeiten, als wir es für möglich halten. Alles, was wir tun müssen, um diese Fähigkeiten zu entfalten, ist in Kauf zu nehmen, dass wir uns manchmal den Kopf anrennen.


Von der Schwierigkeit,
es allen Recht zu machen

Ein Vater reitet auf einem Esel und neben ihm läuft sein kleiner Sohn. Da sagt ein Passant empört: "Schaut euch den an. Der lässt seinen kleinen Jungen neben dem Esel herlaufen". Der Vater steigt ab und setzt seinen Sohn auf den Esel.

Kaum sind sie ein paar Schritte gegangen ruft ein anderer: "Nun schaut euch die beiden an. Der Sohn sitzt wie ein Pascha auf dem Esel und der alte Mann muss laufen". Nun setzt sich der Vater zu seinem Sohn auf den Esel:

Doch nach ein paar Schritten ruft ein anderer empört: "Jetzt schaut euch die Beiden an. So eine Tierquälerei". Also steigen beide herab und laufen neben dem Esel her.

Doch sogleich sagt ein anderer belustigt: "Wie kann man nur so blöd sein. Wozu habt ihr einen Esel, wenn ihr ihn nicht nutzt."

Die darin enthaltene Lebensweisheit

Wir können es nie allen Menschen Recht machen, gleichgültig wie sehr wir uns auch anstrengen.
Deshalb macht es auch keinen Sinn, sich zu fragen, ob andere gut finden, was wir tun.

Die anderen sind kein Maßstab. Wir müssen selbst entscheiden,
was für uns richtig und falsch ist.

Ein kleiner Junge sieht, wie sich ein Schmetterling mühsam aus seinem Kokon befreien möchte. Er hat Mitleid mit ihm und öffnet deshalb den Kokon vorsichtig mit seinem Taschenmesser, so dass der Schmetterling leicht herausklettern kann. Der Schmetterling macht ein paar Flügelschläge und fällt dann tot zu Boden.
Ganz traurig geht der Junge zu seinem Vater und erzählt ihm von dem Vorfall. Dieser sagt:
"Der Schmetterling braucht den Kampf mit dem Kokon, um für das Leben stark genug zu sein".

Die darin enthaltene Lebensweisheit

So lästig und unangenehm Hindernisse und Probleme auch sein können, so wichtig sind sie doch gleichzeitig. Durch Probleme machen wir Bekanntschaft mit unseren Fähigkeiten.

Probleme sind wie die Gewichte in einem Fitnesscenter: Sie stärken uns.

Deshalb sollten wir nicht allen Problemen aus dem Weg gehen und stattdessen dankbar für sie sein. Wenn wir sie meistern, gehen wir gestärkt aus ihnen hervor.

Gleichnis
Aufstand der Organe
Eines Tages hatten es die Organe und Körperteile satt, für den Magen die Nahrung zu beschaffen. Sie beklagten sich darüber, dass der Magen nichts für sie tat. Sie beschlossen, den Magen nicht mehr mit Nahrung zu versorgen. Dadurch wollten sie ihn zwingen, selbst tätig zu werden. Die Hände führten kein Essen mehr in den Mund, die Zähne kauten nicht mehr. Doch der Magen tat nichts, um Nahrung zu beschaffen. Und so wurde der Körper immer schwächer und drohte zu verhungern. Also nahmen die Organe und Körperteile ihre Arbeit wieder auf. Die darin enthaltene Lebensweisheit
Wenn wir anderen etwas Gutes tun,
dann tun wir uns selbst etwas Gutes.

Wenn wir anderen helfen, dann helfen wir uns auch selbst.

Auch das Gegenteil ist der Fall:
Wenn wir anderen schaden, dann schaden wir auch uns.

Lebensweisheit

Elefanten im Zirkus

Sicherlich waren Sie schon einmal im Zirkus und haben die mächtigen Elefanten bewundert. Vielleicht haben Sie dort bemerkt, dass die Elefanten an einem relativ kleinen Pflock angekettet waren. Hat Sie das nicht erstaunt? Haben Sie sich nicht gefragt, wie es möglich ist, ein so starkes Tier an einen so kleinen Pflock anzuketten? Für den Elefanten müsste es doch eigentlich ein Leichtes sein, diesen Pflock herauszureißen und sich so zu befreien, oder? Des Rätsels Lösung ist: Als Baby hat man den Elefanten ebenfalls an einen solchen Pflock angekettet. Als er jedoch noch klein war, hatte er noch nicht die Kraft, um sich zu befreien. So sehr er es damals auch versuchte, es misslang. Je öfter er vergeblich versuchte, sich zu befreien, je mehr er als Baby die Erfahrung machte, dass er hilflos war, dass der Pflock stärker war, umso mehr "glaubte" er es und schließlich gab er auf. Er hatte gelernt, hilflos zu sein und diese Erfahrung war von nun an unauslöschbar ein Teil seiner Welt. Als er älter wurde und die Kraft hatte, sich loszureißen, versuchte er es gar nicht erst, da er als Baby Hunderte und vielleicht Tausende Mal die Erfahrung gemacht hatte, dass es zwecklos ist, sich dagegen zu wehren.

Die darin enthaltene Lebensweisheit

Ähnlich lernen auch wir Menschen, uns hilflos zu fühlen. Aufgrund vergangener Erfahrungen und Krisen, in denen wir uns keinen Rat wussten, in denen wir uns hilflos fühlten, hat sich bei uns die Überzeugung breit gemacht, dass wir wehr- und hilflos sind – auch wenn wir es tatsächlich gar nicht sind, ebensowenig wie der ausgewachsene Elefant.

Da wir jedoch lediglich gelernt haben, uns in verschiedenen Situationen hilflos zu fühlen, können wir lernen, wieder mehr das Gefühl zu haben, Herr unseres Schicksals zu sein.
Und wie macht man das?

Der Elefant müsste einfach nur mal kräftig an seinem Pflock rütteln, statt zu glauben, dass das, was einmal war - nämlich dass er zu schwach ist - auch heute noch sein muss. Es geht also darum, aktiv zu werden und zu handeln. Es geht darum, nicht auf sein Gefühl zu hören, sondern sich selbst eine Chance zu geben.

Lebensweisheit

Wir werden nie wissen, wozu wir fähig sind, wenn wir auf unsere Ängste hören oder uns von negativen Erfahrungen unserer Vergangenheit leiten lassen.

 

Lebensweisheit eines Schäfers

Von der Freihheit der Entscheidung

 

Ein Wanderer trifft auf einen Schäfer. Er fragt diesen, wie wohl das Wetter in den nächsten Tagen werden würde. Der Schäfer antwortet: "So, wie ich es gerne habe". "Woher wissen Sie, dass das Wetter so werden wird, wie Sie es mögen", fragt der Wanderer.

 

"Sehr einfach", antwortet der Schäfer. "Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich nicht immer das bekomme, was ich möchte. Also habe ich gelernt, immer das zu mögen, was ich bekomme. Deshalb bin ich mir sicher, dass das Wetter so wird, wie ich es mag".

 

Die darin enthaltene Lebensweisheit
Es liegt bei uns, etwas als Glück oder Unglück, als gut oder schlecht anzusehen. Wir haben die Freiheit, uns für das eine oder andere zu entscheiden.


Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen,
sondern unsere Sicht der Dinge.


Lebensweisheit in dem Gleichnis
von den Adlern und Hühnern

Ein Mann fand bei einem Spaziergang das Ei eines Adlers. Er nahm es mit nach Hause und legte es zu den Eiern einer Henne. Zusammen mit den Küken schlüpfte der Adler. Er wuchs mit ihnen auf und verbrachte sein ganzes Leben mit ihnen. Er lernte mit den Füßen zu scharren, Körner zu picken und zu gackern. Gelegentlich tat er es auch den Hühnern gleich, flatterte etwas mit den Flügeln und flog ein paar Meter.

Eines Tages sah er am Himmel einen wunderschönen Vogel, der anmutig und kraftvoll durch die Lüfte flog. Was ist das, fragte er die Hennen. Das ist ein Adler, der König der Lüfte, sagten diese.
Du bist eine Henne und kannst nicht fliegen. Der Adler, der sich für eine Henne hielt, begnügte sich damit und starb eines Tages in dem Glauben,
eine Henne zu sein.

Die darin enthaltene Lebensweisheit
Wir alle glauben zu wissen, wer wir sind und wozu wir fähig sind. Aber vielleicht ist das nicht die Wahrheit über uns. Vielleicht glauben wir auch nur das, was andere uns, als wir klein waren, über uns erzählt haben.

Was wäre, wenn Sie tatsächlich ein Adler und kein Huhn sind?
Wenn wir die Wahrheit über uns herausfinden wollen,
dann müssen wir uns freimachen von den vermeintlichen Beschränkungen, die wir in unserem Denken mit uns herumtragen. Und wir müssen etwas wagen, denn nur so können wir zu unserer wahren Bestimmung finden.

Lebensweisheit

Wir alle leben innerhalb der Grenzen,
die wir uns durch unser Denken setzen
.

Erheben Sie sich in die Lüfte
und seien Sie ein Adler.

 

Die Geschichte von der traurigen Traurigkeit

 

Als die glutrote Sonne am Horizont dem Tag langsam entschwinden wollte,
ging eine kleine zerbrechlich wirkende Frau einen staubigen Feldweg entlang.
Sie war wohl schon recht alt, doch ihr Gang war leicht und ihr Lächeln
hatte den frischen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Fast am Ende dieses Weges,
saß eine zusammengekauerte Gestalt, die regungslos auf den trockenen,
ausgedörrten Sandboden hinunterstarrte.
Man konnte nicht viel erkennen,
das Wesen das dort im Staub des Weges saß, schien beinahe körperlos zu sein.
Es erinnerte an eine graue aber weiche Flanelldecke mit menschlichen Konturen.
Als die kleine zerbrechlich wirkende Frau an diesem Wesen vorbeikam,
bückte sie sich ein wenig und fragte:
"Wer bist du?"

Zwei fast regungslose Augen blickten müde auf.
"Ich? Ich bin die Traurigkeit." flüsterte die Stimme stockend und so leise,
dass man sie kaum zu hören vermochte.

 


"Ach, die Traurigkeit !" rief die kleine Frau erfreut,
als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

 


"Du kennst mich?" fragte die Traurigkeit vorsichtig?
"Aber ja, natürlich kenne ich dich! Immer wieder einmal hast Du mich ein Stück
meines Weges begleitet."

 


"Ja, aber ...", argwöhnte die Traurigkeit, "warum flüchtest du dann nicht und nimmst reiß aus? Hast du denn keine Angst vor mir ?"

 


"Warum sollte ich vor dir davonlaufen ? Du weißt doch selbst nur zu gut,
dass du jeden Flüchtigen einholst. Man kann dir nicht entkommen.
Aber, was ich dich fragen möchte:
Warum siehst du so betrübt und mutlos aus ?"

 


"Ich ... ich bin traurig", antwortete die graue Gestalt mit klangloser Stimme.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr.

 


"Traurig bist Du also", sagte sie und nickte verständnisvoll mit dem Kopf.
"Erzähl mir doch, was dich so sehr bedrückt."

 


Und die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören?
Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

 


"Ach, weißt du", begann die Traurigkeit zögernd, "es ist so,
dass mich einfach niemand mag. Niemand will mich.
Dabei ist es doch nun mal meine Bestimmung
unter die Menschen zu gehen und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen.
Aber jedesmal wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück.
Sie fürchten sich vor mir und meiden mich."

 


Die Traurigkeit schluckte schwer.
"Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich verstoßen wollen. Sie sagen:
Ach was, das Leben ist heiter und fangen an zu Lachen.
Aber ihr falsches erzwungenes Lachen
führt zu Magenkrämpfen. Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht.
Und dann bekommen sie Herzschmerzen.
Sie sagen: Man muss sich zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen
in den Schultern und im Rücken, im ganzen Körper. Verkrampft sind sie.
Sie drücken die Tränen tief hinunter und haben Atemnot. Sie sagen:
Nur Schwächlinge weinen. Dabei sprengen
die aufgestauten Tränen fast ihre Köpfe. Manchmal können sie dadurch
nicht mal mehr Sprechen.
Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen,
damit sie nicht fühlen müssen."

 


Die Traurigkeit sank noch ein wenig mehr in sich zusammen.
"Und dabei will ich den Menschen doch nichts Böses, ich will ihnen doch nur helfen. Denn wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen und zu heilen. Weißt du, wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut, und manches Leid bricht dadurch immer wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.

Aber nur wer mich zu sich läßt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden erst wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich Ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grellen Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit und ewiger Enttäuschung zu. Ich glaube, sie haben einfach nur unbändige Angst zu weinen und mich zu spüren.
Deshalb verjagen sie mich immer wieder."

 


Dann schwieg die Traurigkeit. Ihr Weinen war erst schwach,
dann stärker und schließlich ganz innig und verzweifelt
und die vielen kleinen Tränen tränkten
den staubigen, ausgedörrten Sandboden.
Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkenen Gestalt tröstend in die Arme.
Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte das zitternde Bündel. "Weine nur, kleine Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, "ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst.
Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde auch dich von nun an begleiten,
damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."

 


Die Traurigkeit hörte zu weinen auf.
Sie sah zu ihrer neuen Gefährtin auf und betrachtete sie erstaunt:
"Aber ... aber, wer bist du eigentlich ?"
"Ich ...", sagte die kleine und zerbrechlich wirkende Frau und lächelte dabei
wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen, " ... bin die Hoffnung!

 

© Inge Wuthe
verändert duch Manuela Schumann

 

 

Die darin enthaltene Lebensweisheit

 

Gute wie schlechte Gefühle gehören zum Leben
und oftmals könnten wir etwas Schönes nicht genießen,
wenn uns negative Gefühle fremd wären.

 

Gewiss: negative Gefühle können schmerzhaft sein.
Sie sind jedoch nur Wolken, hinter denen die Sonne scheint.

 

Entscheidend ist, dass wir die negativen Gefühle annehmen
und sie als Lebensabschnitte ansehen, die vorrübergehen.

 

Lebensweisheit
Solange wir uns die Hoffnung auf ein besseres Leben bewahren,
haben wir die Chance, ein besseres Morgen, eine bessere Zukunft zu gestalten.

 

 


Was kann man anderes erwarten ...
Die Geschichte zweier Brüder.

 

In einer Untersuchung wollte man herausfinden,
welchen Einfluss die Umwelt auf die Persönlichkeit und die Entwicklung
des Menschen hat.

 

Im Rahmen dieser Untersuchung wurden auch zwei Brüder,
es waren eineiige Zwillinge, befragt.
Der Vater der beiden war ein Alkoholiker.
Er hatte mehrere Straftaten begangen und saß im Gefängnis.

 

Der eine der beiden Brüder war wie sein Vater geworden.
Er hatte Alkoholprobleme, wurde straffällig und landete im Knast.

 

Der andere war ein erfolgreicher Geschäftsmann.
Er war verheiratet, hatte zwei Kinder und hatte es zu einigem Reichtum gebracht.

 

Man stellte beiden dieselbe Frage:
"Woran liegt es, dass Sie zu dem geworden sind, was Sie sind".

 

Beide antworteten darauf dasselbe:
"Was kann man anderes erwarten bei einem Vater wie dem meinem?"

 

 

Die darin enthaltene Lebensweisheit

 

Es sind nicht die Umstände und Bedingungen, unter denen wir aufwachsen,
die darüber entscheiden, wer wir sind und was aus uns wird.

 

Wir haben keinen oder nur wenig Einfluss auf die Lebensbedingungen,
in die wir hineingeboren werden. Wir entscheiden jedoch darüber,
wie wir mit ihnen umgehen und was wir aus ihnen lernen.

 

Wir sind nicht das Opfer anderer Menschen oder der Umstände.
Es sind unsere Entscheidungen, was wir mit dem anfangen,
was wir sehen und erleben, die über die Qualität unseres Lebens entscheiden.

 

Wir alle haben die Macht und den Einfluss,
unserem Leben die Richtung zu geben, die wir uns wünschen.
Die einzige Voraussetzung hierfür ist,
dass wir an uns und die Fähigkeit glauben,
der Kapitän unseres Lebens und unserer Gefühle zu sein.

 

Lebensweisheit
Ob man glaubt, etwas zu können,
oder glaubt, etwas nicht zu können,
man behält immer Recht.

 

 

 

Zwei Freunde

Zwei Freunde wanderten durch die Wüste.
Während der Wanderung kam es zu einem Streit und der eine schlug dem anderen im Affekt ins Gesicht.

Der Geschlagene war gekränkt.
Ohne ein Wort zu sagen, kniete er nieder und schrieb folgende Worte in den Sand:

"Heute hat mich mein bester Freund ins Gesicht geschlagen."

Sie setzten ihre Wanderung fort und kamen bald darauf zu einer Oase.
Dort beschlossen sie, ein Bad zu nehmen. Der Freund, der geschlagen worden war,
blieb auf einmal im Schlamm stecken und drohte zu ertrinken.
Aber sein Freund rettete ihn buchstäblich in letzter Minute.

Nachdem sich der Freund, der fast ertrunken war, wieder erholt hatte,
nahm er einen Stein und ritzte folgende Worte hinein:

"Heute hat mein bester Freund mir das Leben gerettet."

Der Freund, der den anderen geschlagen und auch gerettet hatte, fragte erstaunt:
"Als ich dich gekränkt hatte, hast du deinen Satz nur in den Sand geschrieben,
aber nun ritzt du die Worte in einen Stein. Warum?"

Der andere Freund antwortete: "Wenn uns jemand gekränkt oder beleidigt hat,
sollten wir es in den Sand schreiben, damit der Wind des Verzeihens es wieder auslöschen kann.
Aber wenn jemand etwas tut, was für uns gut ist, dann können wir das in einen Stein gravieren,
damit kein Wind es jemals löschen kann."

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